Freitag, 23. Juni 2017

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Möserstraße 7
49074 Osnabrück

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Risikomanagement

Von den 800 Einrichtungen und Trägern, die im Rahmen einer empirischen Studie in Deutschland im Jahr 2005 untersucht wurden, verfügten lediglich 16 % über ein funktionierendes Risikomanagementsystem. Dieser Umstand und ein kritisches wirtschaftliches Umfeld haben zur Folge, dass vermehrt Auftreten Insolvenzen im Non-Profit-Sektor zu beobachten sind (vgl. Röthig: Kalkuliertes Risiko, in: Wohlfahrt intern, 7/2006).

Sofern Non-Profit-Unternehmen überhaupt ein Risikomanagement betreiben, bewerten sie ihre Risiken vielfach allein qualitativ. Doch auf dieser Basis lassen sich Unternehmensrisiken nicht steuern (" If you can´t measure it, you can´t manage it.").

Seit dem 01. Mai 1998 verpflichtet das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) über § 91 Abs. 2 AktG den Vorstand einer AG "geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungsystem einzurichten, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden." In seiner Begründung stellt der Gesetzgeber fest, dass der Vorstand "für ein angemessenes Risikomanagementsystem und für eine angemessene Revision zu sorgen" hat (vgl. Bundestagsdrucksache Nr. 13/9712, S. 15).

Für GmbH-Geschäftsführer hat die Legislative darauf verzichtet, eine ähnliche Regelung explizit in das GmbH-Gesetz aufzunehmen. In seiner o.g. Begründung zum KonTraG hat er jedoch festgehalten, dass davon auszugehen sei, dass für Gesellschaften mit beschränkter Haftung je nach ihrer Größe, der Komplexität ihrer Struktur usw. nichts anderes gelte und die Regelung (des Aktiengesetzes) Austrahlungswirkung auf den Pflichtenrahmen der Geschäftsführer auch anderer Gesellschaftsformen habe.

Eine derartige Verpflichtung zur Risikoüberwachung ergibt sich bereits aus den allgemeinen Sorgfaltspflichten eines ordentlichen Geschäftsmannes i.S.d. § 43 GmbHG. Demzufolge ist die Einrichtung und Anwendung eines Risikomanagementsystems Ausfluss der Corporate Governance, die auch bei Leitungs- (Vorständen bzw. Geschäftsführern) und Kontrollorganen (Aufsichtsräten bzw. Beiräten) von (diakonischen, caritativen und anderen) Non-Profit-Unternehmen Anwendung finden soll.

So enthalten bspw. der von der Diakonischen Konferenz im Oktber 2005 verabschiedete Diakonische Corporate Governance Kodex und die Arbeitshilfe 182 - Soziale Einrichtungen in katholischer Trägerschaft und wirtschaftliche Arbeit des Verbandes der Diözesen Deutschlands und der Kommission für caritative Fragen der Deutschen Bischofskonferenz Anforderungen an das Risikomanagement.

Ein umfassendes Risikomanagementsystem, welches den gesetzlichen Anforderungen gerecht wird, setzt sich aus folgenden drei Subsystemen zusammen:

  • Risikofrüherkennungssystem
  • internes Überwachungsystem
  • Controlling

 

Wirksames Risikomanagement setzt ein prozessmäßiges Vorgehen, beginnend mit einer Identifikation und -analyse relevanter Risiken, einer Bewertung der vorhandenen Risiken sowie ihrer Steuerung und anschließenden Kontrolle voraus. Ziel ist es, Risiken zu erkennen und durch geeignete Bewältigungsmaßnahmen zu vermeiden, zu reduzieren, zu übertragen oder - im Rahmen der Risikotragfähigkeit, d.h. unter Berücksichtigung der vorhandenen Liquidität bzw. des vorhandenen Eigenkapitals - selbst zu tragen.

Die Confidaris AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bietet Ihnen vor dem Hintergrund besonderer Branchenkenntnisse im Bereich des sog. Dritten Sektors Know-how zur Einrichtung und Optimierung eines Risikomanagementsystems, welches auf die Größe und Komplexität der Struktur Ihres Non-Profit-Unternehmens individuell zugeschnitten ist

 

Ihre Ansprechpartner:

Confidaris AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Herr WP StB Dipl.-Kaufm. Dr. Gerhard Maus (Vorstand)
Möserstraße 7
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E-Mail: mail@confidaris.de